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Einblicke in unser Gemeindeleben

2016 und älter


Frauenabend - Nur die Liebe zählt!

19. November 2016

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst." - so antwortet Jesus, als er von einem Schriftgelehrten nach der Ewigkeit gefragt wird. Zu diesem Herzensthema sprach Ana Kreuter aus Heidelberg am Frauenabend mit etwa fünfzig Frauen. Zum Einen wird in diesem Gebot die Liebe zu Gott thematisiert. Gott möchte, dass wir ihn kennen, eine Beziehung zu ihm haben und unser Wohlergehen nicht missbrauchen. Gleichzeitig gibt es uns die Freiheit, uns selbst zu entscheiden - und schafft damit ein großes Risiko für sich selbst! Wie gehen wir mit dieser Freiheit um?

Zum Anderen geht es um die Liebe zu meinem Nächsten. Wenn es uns gut geht, birgt das nicht die Gefahr, dass wir auf unsere Mitmenschen herabsehen und erhobenen Hauptes an ihnen vorbeigehen? Wie im Gleichnis des barmherzigen Samariters müssen wir "innerlich bewegt" werden und handeln! Was bewegt mich? Lasse ich mich auf meinem Weg unterbrechen (aber wie der barmherzige Samariter das Ziel nicht aus den Augen verlieren)? Habe ich "Wein und Öl" dabei?

Diese und weitere gute Gedanken gab uns Ana mit auf den Weg für unseren Alltag. Doch zuvor verbrachten wir noch einen netten Abend gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre.



Taufe am Königssee

18. September 2016

Vier Täuflinge verschiedenen Alters fanden sich an einem trüben Septembersonntag samt zahlreichen Freunden und Verwandten zur Taufe am Königssee in Zellhausen ein.

Nach gemeinsamen Liedern und einer Predigt, in der es um die Bedeutung der Taufe ging, erzählten die vier Täuflinge, warum sie sich zu diesem wichtigen Schritt entschieden haben. Als Erinnerung diesen Tag erhielt jeder einen persönlichen Taufvers als persönlich gestaltetes Bild, der ihn auf seinem künftigen Weg begleiten soll.

Nach dem Untertauchen im noch sommerwarmen See entstiegen sie dem Wasser pudelnass aber überglücklich, um am Strand von großen Handtüchern und vielen Umarmungen empfangen zu werden. Zahlreiche Glückwünsche später ließen wir alle den Tag mit einem großen Picknick ausklingen.


Lichterfest 2016 – „Männersachen“

06. August 2016

Das diesjährige Lichterfest im Herzen Offenbachs stand unter dem Motto "Männersachen". Auch wir gestalteten mit mehreren hundert Kerzen ein Bilderrätsel und halfen mit, den Büsingpark in ein Meer aus über 70.000 Kerzenlichtern zu verwandeln.

Gesucht war ein allseits bekannter Mann aus der Bibel, den unsere Gäste anhand vier wichtigen Stationen aus seinem Leben (dargestellt in Kerzenmotiven) leicht erraten konnten. Für die richtige Lösung gab es ein kleines Präsent – der Renner waren dabei die guten alten Brausepulverpäckchen. Etwa 350 Besucher des Lichterfests haben mitgemacht und unser Motivrätsel gelöst.


M&M-Freizeit

01.-03. Oktober 2016

Das verlängerte Wochende wurde in diesem Jahr für eine kurze Jugendfreizeit unserer "M&Ms" ins Marburger Umland genutzt. Die gemeinsamen Tage wurden vormittags für Bibelarbeiten im Titusbrief genutzt. Nach vielen Fragen und hitzigen Diskussionen stand nachmittags ein Ausflug auf dem Programm, etwa in einen Kletterwald. Die Abende wurden dagegen genutzt, um die Bauchmuskeln aller Beteiligten zu trainieren - zumeist mit Hilfe von lustigen Sketchen und Spielen.

Unser verregneter Sonntag auf dem Bieberer Markt

12. Juni 2016

Am nicht mehr ganz so frühen Morgen machen sich sechs verwegene Aufbauhelfer auf zum Bieberer Markt. Unser altersschwacher kleiner Pavillon, der mit vier Wasserkanistern gesichert wird, weiß noch nicht, was ihm heute alles blüht… Kaum ist er aufgebaut, kommt erst Regen, dann Starkregen, dann Wolkenbruch, dann noch Windböen. Jemand geht im strömenden Regen los Seitenwände holen. Inzwischen regnet es durch das Pavillondach durch. Einer hat die glorreiche Idee, eine Malerfolie als zweites Dach drüberzulegen – und siehe da, für den Rest des Tages hält der Kleine, aber nur, wenn man bei Wind die Seitenwände mit ausgebreiteten Menschenarmen stabilisiert.

Die ersten Stunden sitzen wir da und lassen es uns bei prasselndem Regen und warmen Gedanken gutgehen. Um uns herum ist es irgendwie ausgestorben, viele Aussteller haben gar nicht aufgebaut oder lassen ihre leeren Pavillons da stehen. Wie wir, denn unsere Bücher wellen sich sofort bei der hohen Luftfeuchtigkeit. Aber dann kommt Fahrt auf: Jemand beginnt hochmotiviert Büchergutscheine zu verteilen (im Regen, leider kein Laserdruck…). Leute kommen zum Stand, und spätestens jetzt „müssen“ wir auch Bücher rauslegen. Nach Gottesdienstende kommt die Sonne – und eine ganze Reihe weiterer Helfer. Weitere Gutscheinverteiler gesellen sich dazu, und plötzlich ist richtig Leben am Stand. Das Wetter ist auch auf einmal richtig gut! Wir müssen sogar Gutscheine nachdrucken, so viel ist los… Manche kommen nur kurz ihr Buchpräsent abholen, andere bleiben auch länger für interessante Gespräche. In die schöne Arbeit vertieft, verpasst eine vom Team ihre S-Bahn, eine andere ihr Mittagessen und eine dritte ihr geplantes Abendkonzert – und alle finden: Es hat sich gelohnt.

Am Abend ist auch der tapfere kleine Pavillon fast wieder trocken. Nur noch ein bisschen schiefer als vorher ist er jetzt. Wir beschließen: Wir werden einen neuen kaufen. Da kommen die nächsten Wolken: Also schnell die wertvollen Bücher einpacken – und den kleinen Pavillon.


Rekordverdächtige Schülerwoche

29. März – 1. April 2016

Vier Tage während der Osterferien tummelten sich rund fünfzig Kinder von der ersten bis zur siebten Klasse in unseren Räumen. Jeden Tag konnte in einem lustigen Spiel ein Rekord geknackt werden. Es wurde gesungen, was das Zeug hält. Besonders beliebt war das selbstgedichtete Mottolied „Rekordverdächtig“ zur Melodie eines früheren deutschen Radio-Hits.

Echt rekordverdächtig waren auch die Geschichten aus der Bibel, denen die Kinder gespannt lauschten – jeden Tag erzählt von einem anderen Erzähler. Henry Wanyoike, ein blinder Läufer, der bei den Paralympics gewann, war das Zentrum der Fortsetzungsgeschichte.

Tolle Bastelarbeiten, wie zum Beispiel eine aus Dosen recycelte Lampe, werden nun auch noch zu Hause an die schöne Woche erinnern.


Seniorencafé

08. März 2016

Bei unserem Seniorencafé erfuhren unsere Gäste einige Highlights aus dem Leben von Margot, einer früheren Missionarin im Nahen Osten.

Zuerst berichtete sie uns, wie sie kurz nach ihrer Entscheidung für ein Leben mit Jesus Weihnachten mit Ihrer Familie verbrachte. Gott schenkte es, dass alte Wunden geöffnet, gesäubert und schlussendlich auch geheilt werden durften. Die noch größere Freude war allerdings, dass dadurch auch ihre Familie ein Ja zu Jesus fand.

Danach fasste sie den Entschluss, als Sprachlehrerin in die Türkei zu gehen und in Istanbul als „Zeltmacherin“ neue Pflöcke für das Evangelium in diesen einst (ur-) christlichen Boden zu schlagen. Um uns zu veranschaulichen, wie Gott ihr zuweilen „hitziges“ Temperament nutzte, um als Frau in diesem orientalischen Land Kontakte zu ihren (männlichen) Mitmenschen zu knüpfen und für den Sohn Gottes Zeugnis zu geben, erzählte sie uns eine Begebenheit aus den Anfängen ihres Dienstes. Was zuerst als wütende Beschwerde bei der Polizei über die Zustände beim benachbarten Postamt begann, wurde am Ende eine langjährige Freundschaft mit den Männern dieser Wache. Diese halfen ihr dann nicht nur mit dem Umzug als sie später den Stadtteil wechselte, sondern waren auch begierig mehr von Ihrem Gott zu hören und (in den von ihr geschenkten Bibeln) zu lesen.


Frauenfreizeit: "Das Gras auf meiner Seite"

18. - 21. März 2016

Um Neid und Eifersucht ging es in diesem Jahr auf unserer Frauenfreizeit im schönen Michelstadt. Referentin Astrid beleuchtete in zwei Tagen mit knapp 40 Frauen das Thema von vielen Seiten. Wenn Paulus im Römerbrief (Röm. 7,7) schreibt: "Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2.Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!«", dann merken wir, dass wir mit unserem Neid nicht alleine sind.

Neid und Eifersucht betreffen jeden - mehr oder weniger. Oft sehen wir die Welt um uns herum sehr subjektiv und haben vielleicht den Eindruck, dass Gott Talente, Aussehen, Musikalität, Reichtum etc. ganz schön ungerecht verteilt hat.

Sehr oft sehen wir dabei aber genau das nicht, was UNS geschenkt ist. Diesen Unmut dürfen wir Gott bringen (Hebr. 4,16) und erkennen: Gott ist die Quelle aller guten Dinge, nicht aller erwünschten! Der Weg aus Neid und Eifersucht beginnt mit einem Blick in den Spiegel und nicht mit einem Blick auf andere. Wir müssen unsere neidischen Gedanken Gott abgeben und demütig werden vor ihm, damit er uns verändern kann. Astrid ermutigte die Teilnehmerinnen, dass jeder lernen kann, zufrieden zu sein. Sobald wir die Nähe Gottes suchen, ändert Gott unsere Perspektive.

Dieses Thema, aber auch viele andere, waren Gesprächsstoff während der gemütlichen Spaziergänge, der schönen Ausflüge in Michelstadts Altstadt und der lustigen (Frauen-)Abende.


Frauenabend - Gott vertrauen, auch wenn ich ihn nicht verstehe

28. November 2015

Ende November war Gabi Fett als Referentin bei unserem Frauenabend zu Gast und erzählte aus ihrem Leben. Nicht weil sie denke, sie hätte so eine spannende Geschichte, so Gabi. Sondern weil sie glaube, dass diese Erfahrungen übertragbar seien. Jeder, der sich auf Gott einlässt, könne auch diese Erfahrungen machen. Eine gewagte Aussage, über die viele der über 70 Zuhörerinnen erst mal nachdenken mussten. Im Laufe von Gabis Lebensbericht wurde jedoch klar, was sie meinte.

Gabi, 29 Jahre alt, hatte ihr Leben im Griff: Eine Familie mit drei kleinen Kindern und einen von Gott zugewiesenen Platz in einem Freizeitheim. Das änderte sich jedoch von heute auf morgen - ausgerechnet an Weihnachten 2004. Ein Bakterium hatte erst ihrem Arm, später Gabis ganzen Körper vergiftet. Nach einiger Zeit in Krankenhäusern, Notoperationen und Gesprächen mit Ärzten war sie sich sicher: Sie würde das nicht packen. Auf der anderen Seite war Gabi unendlich froh über Gottes greifbare Nähe, die sie in dieser Zeit immer wieder erleben durfte. "Wer mit Gott dem Tod entgegen geht, der braucht keine Angst haben, weil Jesus Christus den Schrecken des Todes besiegt hat!", so Gabi.

Nach einiger Zeit im künstlichen Koma war es ihr Mann, der sie aufforderte, sich nicht mehr gegen das aufzulehnen, was da passierte, sondern Gott zu vertrauen: "Sag 'Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor Dir.' " Da fing Gabi an, darauf zu vertrauen, dass das, was sie erlebte, Gottes bester Plan für sie war und dass ihm nichts entglitten ist. Als sich die Umstände besserten und Gabi dachte, alles wäre geschafft, wurde ihr Glaube noch einmal auf die Probe gestellt: Ihr Arm musste trotz aller Gebete und Hoffnungen amputiert werden. Trost für Gabi hatte Gott ausgerechnet mit Psalm 77 - die heilsamste Antwort, die Gott ihr zu diesem Zeitpunkt geben konnte. Heute weiß Gabi: Gottes Pläne für uns werden in der Ewigkeit entworfen, am heiligsten Ort des Universums. Dinge passieren, weil Gott den Überblick hat. Auch über Dein Leben. "Und Du tust gut daran, darauf zu vertrauen."