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Kompass ohne Norden

Eingängige Beats, Geschichten, die jeder versteht und Gedanken, in denen sich viele wiederfinden - auf diese Weise begeisterte Deutsch-Rapper Prinz Pi vor wenigen Jahren Jugendliche in Deutschland. Offen und ehrlich bekennt er in einem seiner Lieder, dass er trotz eines ereignisreichen Lebens, Ansehen und Geld nicht herausgefunden hat, wo die Reise hingeht und wann er endlich im wahren Leben ankommen wird: "Ich warte, dass mein Leben beginnt, und ich weiß, was ich will, und ich weiß, wer ich bin, bald nicht mehr Fähnchen im Wind, lauf schon so lang, nur weiß nicht wohin ... Bis dahin Hat nie richtig angefangen, immer nur irgendwann Nach dem Nächsten dann, wann fängt's mal wirklich an?..." Nicht umsonst heißt sein aktuelles Album "Kompass ohne Norden". Das traf den Nerv der Zeit so sehr, dass es direkt nach seinem Erscheinen sofort auf Platz 1 der Charts stieg.

Doch diese Orientierungslosigkeit, die Ratlosigkeit über den Sinn des Lebens und die Angst vor einem monotonen Dasein in der Masse ist nichts Neues. Schon viele Künstler brachten ihre verzweifelte Suche nach dem wahren Leben, nach Erfüllung und "Angekommensein" in Liedern zum Ausdruck. Ob Lenny Krawitz etwa in "Stillness of Heart": "Ich habe mehr als ich essen kann, ein Leben, das man mir nicht nehmen kann, ich fühle immer noch diese Hitze, ich komme mir so unvollständig vor, was geschieht mit mir? Meine Seele weint....". Oder deutsche Pop-Duo Ich und Ich in "So soll es bleiben": Ich warte schon so lange, auf den einen Moment. Ich bin auf der Suche, nach 100 %. Wann ist es endlich richtig, wann macht es einen Sinn?! Ich werde es erst wissen, wenn ich angekommen bin. ..." Sogar die Rolling Stones sangen "I can't get no satisfaction 'Cause I try and I try ..."

Und selbst in der Bibel finden sich in einem Text, der über 2500 Jahre alt ist, genau diese Gedanken: "Ich gönnte mir alles, was meine Augen begehrten, und erfüllte mir jeden Herzenswunsch. Meine Mühe hatte sich gelohnt: Ich war glücklich und zufrieden. Doch dann dachte ich nach über das, was ich erreicht hatte, und wie hart ich dafür arbeiten musste, und ich erkannte: Alles war letztendlich sinnlos - als hätte ich versucht, den Wind einzufangen! Es gibt auf dieser Welt keinen bleibenden Gewinn. ..." (Prediger 2)

Warum ist dies so, dass Menschen aller Jahrhunderte keine Ruhe finden und immer auf der Suche nach "mehr" sind, nach einem Leben mit Bedeutung und Sinn, dass sie trotz Wohlstand und Ruhm keine Zufriedenheit haben? Die Bibel beschreibt es so, dass Gott in jeden einen Hauch von Ewigkeit hinein gelegt hat. Tief in uns ist eine Ahnung, dass es noch mehr geben muss als das was wir sehen. Diese Ahnung hilft uns, uns überhaupt auf den Weg zu machen und erst wenn wir Frieden mit Gott haben, können wir andauernd zuFRIEDEN sein.